Feel The Gap

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VOID 045 – Lücke in der Wernerstraße

 

Zweispurige Hildesheimer Straße, zwischen den Fahrbahnen Gleise von drei Bahnlinien befahren, drum herum ein bauliches Wechselspiel aus heterogener Blockrandbebauung vom 19. Jahrhundert, leicht von der Straße nach hinten gesetzte Riegel mit monoton aufeinanderfolgenden Hauptzugängen auf 200 Metern Länge, wenige gleichstrukturierte Zeilenbauten mit halbprivatem Grünraum zwischen ihnen. Der zwölfgeschossige Wohnturm neben einem eingeschossigen Barackenbau mit Restaurant-Nutzung, der fensterlose aus unterschiedlichen Volumen zusammengesetzte Kirchenbau mit abstrakt modernem schmalen Hochpunkt als revolutionäre neue Turmspitze und der Hofbau-Solitär mit Büroplätzen hinter langen Fensterbändern prägen die unmittelbare Umgebung des Stadtteils Wülfel. Die Hildesheimer Straße und die immer breiter werdende grüne Leinemasch hinter der Fahrradstraße Wiehbergstraße wird von der Wernerstraße quer verbunden. In dieser verkehrsberuhigten Zone ist die vorgefundene Blockrandbebauung auf der gesamten Länge der beiden Straßenseiten hin aufgebrochen. Seitliche Zugänge der zweieinhalb bis dreieinhalb geschossigen Mehrfamilienhäuser aus dem späten 19. Jahrhundert prägen diesen Straßenzug.

 

Eine von Pflanzen wild bewachsene etwa 400m² Fläche wird an drei Seiten gerahmt, durch zwei Wohnhäuser links und rechts und nach hinten von den Höfen der angrenzenden Blockrandbebauung. Ruhe, Privatheit und Nachbarschaften strahlt dieser Ort aus. Mehrere Fenster sind der ungenutzten Baulücke zugewandt. Ein neu gepflasterter Weg führt entlang der rechten Seite des Grundstückes zum Haupteingang des angrenzenden acht Parteien Hauses. Südlich auf der anderen Straßenseite gegenüberliegend steht ein anderthalb geschossiges Einfamilienhaus mit Garagenstellplatz, das keinen Schatten auf das Grundstück wirft. Es steht zurückgesetzt und nimmt in der Raumfolge die gegebene Straßenflucht durch eine Mauer auf. Der Leerraum wird durch die wild wachsenden Büsche, die hohen Tannen der Nachbarhöfe und zur Straße hin von Bauzaun begrenzt.

 

Ideengeberin: Helen

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