High Line Park

High Line Park

VOID 080 – Andreas-Hermes-Platz 

 

Der Andreas Hermes Platz befindet sich direkt in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs in Hannover. Obwohl der Platz den Anfang der beliebten Lister Meile bildet ist er ein Unort durch und durch. Infrastruktur, Lärm und eine heterogene Bebauung charakterisieren die Umgebung. Was vorzufinden ist, sind Gruppen, die den Platz als Trinkertreff nutzen und für Verwüstung sorgen. Eine große Problematik bildet dabei die Zugänglichkeit des Platzes. Die stark befahrene Hamburger Allee sowie die angrenzende Raschplatzhochstraße stellen eine Barriere für Fußgänger dar und sorgen gleichzeitig für eine dominante Geräuschkulisse. Der einzige, direkte Zugang wird über eine Unterführung gewährleistet die vom Hauptbahnhof aus startet. Der Andreas Hermes Platz ist ein Durchgangsort, der nicht zum Verweilen einlädt. Obwohl seine kreisförmige Geometrie recht großzügig erscheint, weist er keinerlei Aufenthaltsqualitäten auf. Der Platz wirkt undefiniert und verliert sich in seinem Stadtgefüge durch das Abtreppen nach unten. Eine Bewegung die sozusagen ins Nichts führt.

 

Urbane, öffentliche Plätze, die für eine grüne Erholung in der Stadt sorgen, fehlen der Innenstadt von Hannover. Die Intervention soll demnach diesen Ansatz unterstützen. Es geht nicht um eine weitere Nachverdichtung, sondern um die Stärkung von dem was vorzufinden ist. Dynamik, Bewegung und Freifläche – drei Indikatoren die den ersten Entwurfsansatz beeinflussen. Um die Straßenbewegung fortzuführen entwickelt sich die Unterführung zu einer kreisförmigen Rampe nach oben. Diese soll als eine Art High Line Park gesehen werden. Eine weitere Möglichkeit, die im Modell noch nicht ganz sichtbar wird, wäre die Verlängerung, dieser ersten Intervention, auf die eingeschossige, nebenstehende Stadtbibliothek. Somit würde die Rampe auf einer Dachlandschaft ihren Endpunkt finden. Um den Fußgänger vor Straßenlärm zu schützten schmiegt sich eine begrünte Schallschutzwand um die Rampe herum, gewährleistet gleichzeitig den nötigen Sichtschutz und löst sich nach oben hin immer weiter auf. Die Idee ist sich von der unruhigen Erdgeschossebene abzusetzen und durch die Erhöhung ein markantes Zeichen zu setzen, welches Orientierung schafft.

 

Ideengeberin: Christina

 

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