Urban Forest

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VOID 042 – Oesterleyplatz 

 

Der Oesterleyplatz an der Krausenstraße liegt mitten in der Südstadt und ist ein kleiner, dreieckiger, öffentlicher Stadtplatz, welcher größtenteils von dichten Wohnbebauungen und vereinzelnden Geschäften wie zum Beispiel Cafés umgeben ist. Auf der einen Seite ist der Platz an einen breiten, gepflasterten Fußgängerweg angebunden und wird an den anderen beiden Seiten von aktiv befahrenen Straßen umschlossen. Auf dem Platz, welcher aus einer wassergebundenen Decke besteht, befinden sich Sitzbänke, zwei Sandsteinpodeste, welche grüne Hochbeete einrahmen und ebenfalls Sitzmöglichkeiten bieten, sowie auch zwei weitere, eher skulpturale, quaderförmige Podeste, der eine aus Holz und der andere aus Stein, welche auch eine Aufenthaltsqualität haben. Des Weiteren bietet der Platz einen Trinkwasserbrunnen, Fahrradstellplätze sowie auch genug Platz für die Tische eines Cafés, welches sich direkt auf dem Platz befindet. Vereinzelnd stehen auch große, breitstämmige Bäume auf dem Platz.
Trotz dieser mehrheitlich positiven Gegebenheiten ist dieser Raum untergenutzt und wirkt eher ruhig und verloren. Menschen sieht man dort nur, wenn sie das Café besuchen, oder den großen Fußgängerweg überqueren, doch auf dem Platz an sich hält sich keiner auf. Dies könnte daran liegen, dass dort zu wenig Vegetation vorhanden ist, aber auch an der eher unsicheren Verkehrssituation durch die beiden aktiven Straßen, die es Familien mit Kindern nicht erlauben sich dort aufzuhalten aber auch Menschen, die sich entspannen wollen, keine Erholung bietet. Somit hat der untergenutzte Oesterleyplatz sehr viel Potenzial, um die Stadtqualität zu steigern und seine Eigenart auszubauen, da die Ansätze zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität schon vorliegen.

 

Verdichtung von „Bäumen” im Stadtraum – Die neu entstandene Intervention, welche aus sich ineinander verzahnenden, schmalen, ungleichmäßig langen Hölzern besteht und eine Art Naturgerüst darstellt, soll sich zum einen an die auf dem Platz bestehenden Bäume anfügen und sich in sie hinein integrieren um eine gewisse Einheit zu erzeugen, zum anderen soll diese gleichzeitig als ein Spielelement, welche die Funktion eines Klettergerüstes hat den Ort aktivieren. Diese Weiterentwicklung und Vervielfachung der Natur mit symbolischen „Bäumen”( Gehölzen) im Siedlungsbereich soll zur Abschirmung des Verkehrs beitragen um den Platz als einen ruhigen Erholungsort zu entwickeln, gleichzeitig aber auch Sicherheit gewähren und aktivieren, damit Eltern ihre Kinder mit ruhigem Gewissen dort spielen lassen können, während sie sich vielleicht in dem Café aufhalten oder auf einer der Sitzbänke oder Sandsteinpodeste entspannen und ein Buch lesen. Ziel ist es, eine urbane Qualität zu schaffen, indem auf den vorhandenen Baumbestand eingegangen und eine Art visionärer Wald geschaffen wird, welcher zum Verweilen einlädt, aber auch die Symbolsetzung für eine nachhaltige Entwicklung von bestehender Natur in Stadträumen, um die Aufenthaltsqualitäten zu verbessern.

 

Ideengeberin: Gizem

1 Comment

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Johannesreply
Februar 06 at 12:02 PM

Sicher ist dieser Platz ein void. Ihn mit einem. Klettergerüst auszustatten, dass sich ästhetisch an vorhandene Gegebenheiten anlehnt ist sicher sinnvoll. Was allerdings soll zur Abgrenzung zu den Straßen unternommen werden, um das angesprochene Sicherheitsproblem in den Griff zu bekommen? Denkbar wäre für mich an dieser Stelle auch ein urban gardening Projekt, denn Garten gibt es in der Südstadt kaum!

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